Violine

Fenster schliessen
Bild /
Julius Zoller (geb. 1893, tätig bis nach 1962)1947Karlsruhe/BadenZettel: Zoller-Geigenbau, Ahorn, Ebenholz

Immer wieder gab es Instrumentenbauer und Erfinder, die versuchten, die Konstruktion der Geige zu verbessern. Diese Reformgeige hat der Karlsruher Ingenieur Julius Zoller kurz nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt. Nachdem Zoller sein neues Geigenmodell im Jahr 1948 mit großem Erfolg auf der Leipziger Messe präsentiert hatte, gründete er eine Werkstatt mit dreizehn Mitarbeitern, die monatlich fünfzig bis sechzig Instrumente produzierten. Zollers Geige kostete zunächst noch 800 Reichsmark, nach der Währungsreform wurde sie dann zu dem recht günstigen Preis von 180 DM angeboten. Die von Zoller geäußerte Überzeugung, dass man in zehn Jahren Geigen nur noch nach seinem System herstellen würde, hat sich allerdings nicht erfüllt.