Das Fotografieren bringt sich Aenne Biermann in den 1920er Jahren selbst bei. Von Anfang an verfolgt sie eine neue eigenständige Bildsprache, die ihr rasch öffentliche Anerkennung zuteilwerden lässt. Ende 1926 beginnt für sie eine Phase der konzentrierten professionellen Auseinandersetzung mit dem Medium: Von 1928 bis zu ihrer schweren Erkrankung 1932 arbeitet sie wie besessen. Neben hunderten von Landschaftsaufnahmen, Stillleben und Sachaufnahmen entstehen in dieser Zeit auch eine Reihe ungewöhnlicher Porträts ihrer Kinder Helga und Gerd, einige von ihnen in intimer Nahaufnahme.

