Augenmodell

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Stephan Zick (1639–1715)um 1680NürnbergElfenbein und Bein gedrechselt, teils farbig gefasst, Horn, Glas, PapierH: 7 cm; Dm: am Fuß 4 cm

Die Nürnberger Werkstatt des Elfenbeindrechslers Stephan Zick ist bekannt für seine anatomischen Modelle, wie dieses in viele einzelne Teile zerlegbare Augenmodell. Solche Kleinode wurden jedoch kaum als Lehrmittel zur Anschauung medizinischer Überlegungen eingesetzt. Das kostbare Material und die feine künstlerische Bearbeitung weisen darauf hin, dass derartige Modelle schon bei ihrer Entstehung als sogenannte "Artificialia“ galten, also künstliche Objekte, ersten Ranges gelten. Mehr noch als andere Kunstwerke zeigen sie das große Interesse des Menschen, die göttliche Schöpfung zu durchdringen.