Winter in Japan

Zauberhafte Schneelandschaften | 10. Februar 2017

Eiskalt und winterweiß kann es auch im japanischen Winter sein. Das MKG zeigt in seiner Asiensammlung rund 30 stimmungsvolle Schneelandschaften mit Holzschnitten von Utagawa Hiroshige (1797-1858), zarten Tuschebildern und zauberhaften Keramiken, deren kunstvoll aufgebrachten dickflüssigen Schlickerauflagen und Glasuren an Schnee erinnern.

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Eiskalt und winterweiß kann es auch im japanischen Winter sein. Das MKG zeigt in seiner Asiensammlung rund 30 stimmungsvolle Schneelandschaften mit Holzschnitten von Utagawa Hiroshige (1797-1858), zarten Tuschebildern und zauberhaften Keramiken, deren kunstvoll aufgebrachten dickflüssigen Schlickerauflagen und Glasuren an Schnee erinnern. Als Inselbewohner haben die Japaner besonders oft mit Naturkatastrophen wie Erdbeben, Tsunami, Vulkanen und Taifunen zu tun. Daher haben sie eine enge Beziehung zur Natur. Auch der Reisanbau zwingt sie, die Jahreszeiten aufmerksam zu verfolgen. So ist es üblich, sich stets mit einigen Worten zum Wetter zu begrüßen. Und man begeht Feste und Bräuche wie das jährliche Kirschblütenfest. Für die verschiedenen Jahreszeiten haben sich sogar bestimmte Pflanzen und Begriffe als Erkennungsmerkmale herausgebildet. So symbolisiert der immergrüne, oft auch schneebeladene Bambus den Winter, vor allem, weil er sich zwar unter der Last biegt, aber nicht bricht. Die bereits im Februar blühende Zierpflaume zeigt das Ende des Winters an. Der Kranich gilt nicht nur als Glücksbringer für das neue Jahr, sondern auch als Symbol für den Winter.

Abb.: Der Ort Atagoshita und die Yabu-Strasse, Aus der Serie: 100 berühmte Ansichten von Edo, Utagawa Hiroshige (1797-1858), Japan, Edo, 1857, Farbholzschnitt

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