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Auge aus Elfenbein

MKG erwirbt Anatomiemodell | 12. Juli 2016

Anatomische Miniaturmodelle gehören zu den beliebtesten Sammelgegenständen in Kunst- und Wunderkammern des 17. Jahrhunderts. Zum Repertoire der Nürnberger Werkstatt des Elfenbeindrechslers Stephan Zick (1639-1715) gehören Augenmodelle wie dieses, die in viele einzelne Teile zerlegt werden können. Von ihnen sind nur wenige erhalten. Im Zeitalter der Erfindungen und Entdeckungen hinterfragt der Mensch neugierig sich selbst und seine Anatomie. Sie wird in Aktstudien am lebenden Modell, in Untersuchungen am Leichnam und mithilfe mathematischer Konstruktion erfasst, vermessen und wiedergegeben. Solche Kleinodien werden jedoch kaum als Lehrmittel zur Anschauung medizinischer Überlegungen eingesetzt. Das kostbare Material und die feine künstlerische Bearbeitung weisen darauf hin, dass derartige Modelle schon bei ihrer Entstehung als sogenannte "Artificialia", also künstliche Objekte, ersten Ranges gelten.

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Anatomische Miniaturmodelle gehören zu den beliebtesten Sammelgegenständen in Kunst- und Wunderkammern des 17. Jahrhunderts. Zum Repertoire der Nürnberger Werkstatt des Elfenbeindrechslers Stephan Zick (1639-1715) gehören Augenmodelle wie dieses, die in viele einzelne Teile zerlegt werden können. Von ihnen sind nur wenige erhalten. Im Zeitalter der Erfindungen und Entdeckungen hinterfragt der Mensch neugierig sich selbst und seine Anatomie. Sie wird in Aktstudien am lebenden Modell, in Untersuchungen am Leichnam und mithilfe mathematischer Konstruktion erfasst, vermessen und wiedergegeben. Solche Kleinodien werden jedoch kaum als Lehrmittel zur Anschauung medizinischer Überlegungen eingesetzt. Das kostbare Material und die feine künstlerische Bearbeitung weisen darauf hin, dass derartige Modelle schon bei ihrer Entstehung als sogenannte "Artificialia", also künstliche Objekte, ersten Ranges gelten. Mehr noch als andere Kunstwerke zeigen sie das große Interesse des Menschen, die göttliche Schöpfung zu durchdringen. Das MKG kann dieses Augenmodell mit Unterstützung der Peter und Dietlinde Bischoff-Stiftung Hamburg erwerben, die das Museum schon seit vielen Jahren durch regelmäßige Ankäufe und Saalpatenschaften fördert.

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Neu im MKG

Ein Steinway-Flügel für den Spiegelsaal! | 16. Dezember 2015

Für die hochkarätigen Konzerte, die regelmäßig im Spiegelsaal stattfinden, kam ein neuer Steinway-Flügel ins Haus. Den Erwerb des fabrikneuen Instruments aus dem Hamburger Werk der Edelmarke Steinway & Sons verdankt das MKG der Hans Brökel Stiftung für Wissenschaft und Kultur, die den Flügel stiftet.

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Für die hochkarätigen Konzerte, die regelmäßig im Spiegelsaal stattfinden, kam ein neuer Steinway-Flügel ins Haus. Den Erwerb des fabrikneuen Instruments aus dem Hamburger Werk der Edelmarke Steinway & Sons verdankt das MKG der Hans Brökel Stiftung für Wissenschaft und Kultur, die den Flügel stiftet. Der bisher benutzte, modernisierte historische Flügel aus dem 19. Jahrhundert genügte den Anforderungen an ein zeitgemäßes Konzertinstrument nicht mehr. Bei dem neuen Flügel handelt es sich um das Modell B-211, das für die Größe des historischen Saales mit etwa 170 Plätzen angemessen ist und von Pianisten häufig als der „perfekte Flügel“ bezeichnet wird. Das Instrument mit der Seriennummer 601.981 steht nun auf der Bühne des beliebten Festsaals und wird ab sofort für noch mehr Spielfreude und exzellenten Hörgenuss sorgen.

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Neu in der Sammlung

Ein Stück Hamburger Geschichte | 14. Juli 2015

Diese Porträtbüste des Hamburger Kaufmanns Johann Hinrich Dimpfel (1717—1789) hat kürzlich die Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen für das MKG erworben. Die kleinformatige Elfenbeinarbeit wurde um 1747 von dem gelernten Bildhauer Johann Christoph Ludwig Lücke (um 1703—1780) geschaffen.

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Diese Porträtbüste des Hamburger Kaufmanns Johann Hinrich Dimpfel (1717—1789) hat kürzlich die Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen für das MKG erworben. Die kleinformatige Elfenbeinarbeit wurde um 1747 von dem gelernten Bildhauer Johann Christoph Ludwig Lücke (um 1703—1780) geschaffen. Neben diesem Werk war er für viele europäische Fürstenhöfe, in deutschen Hansestädten und mehrfach in Hamburg tätig. Der Porträtierte gehörte um die Mitte des 18. Jahrhunderts zu den angesehenen Persönlichkeiten Hamburgs und verkehrte in den gelehrten und literarischen Kreisen der Stadt. Der berühmte Dichter Friedrich Gottlob Klopstock war Dimpfels Schwippschwager und wurde 1791 nach dem Tod seiner ersten Frau Meta (gest. 1758) sein Schwiegersohn. Ein Gipsmodell dieser Büste existierte bereits im MKG. Die originale Büste galt jedoch als verschollen. Aufgrund ihrer herausragenden künstlerischen Qualität und als historisches Zeugnis der Hamburger Geschichte bedeutet sie eine wertvolle Bereicherung der Elfenbeinsammlung im MKG.

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Zuwachs in der Modesammlung

Neues aus der Kollektion von Comme des Garçons | 03. Juli 2015

Diese Looks aus der aktuellen Kollektion von Comme des Garçons hat kürzlich die Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen für das MKG erworben. Die skulpturalen Ensembles (Mantel und Shorts / Hosenkombination und Shirt) aus laminiertem Baumwollsamt und Wolltuch, kombiniert mit Kunstleder und Polyestergewebe, fallen nicht nur aus dem allgemeinen Modetrend.

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Diese Looks aus der aktuellen Kollektion von Comme des Garçons hat kürzlich die Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen für das MKG erworben. Die skulpturalen Ensembles (Mantel und Shorts / Hosenkombination und Shirt) aus laminiertem Baumwollsamt und Wolltuch, kombiniert mit Kunstleder und Polyestergewebe, fallen nicht nur aus dem allgemeinen Modetrend. Sie scheinen vielmehr Ideen der künstlerischen Avantgarde aus dem frühen 20. Jahrhunderts aufzunehmen. Erinnern sie doch sehr an die expressionistischen Tanzmasken von Lavinia Schulz und Walter Holdt, die in der Sammlung Moderne eine kleine Bühne bevölkern. Das macht Rei Kawakubos Modelle für unsere Modesammlung doppelt interessant. Das ungewöhnliche Volumen der beiden Gewänder erfordert die Aufbewahrung in einer übergroßen Kleiderbox, in der sie auch den Weg aus Japan über Paris nach Hamburg zurückgelegt haben. Mehr Modelle aus der Kollektion Frühling/Sommer 2015 von Rei Kawakubo (1942) für Comme des Garçons finden Sie hier.

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Singing Posters

Ein Gedicht im Werbeformat | 23. April 2015

„CHILD-rin skree-ing UHN-der the STAIR-ways! boiz SAH-bing in AR-meez! OLD MEN WEE-pingin thuh PARKS”, “THAY BROK their BAKS LIF-ting Mo-lahk TOO HE-vin” Was wie eine Fantasiesprache wirkt, ist eine Umsetzung von Allen Ginsbergs Gedicht “Howl” (1955). In seinem bedeutendsten Gedicht klagt der große Poet der Beat Generation die Sinnlosigkeit der modernen Zivilisation an. Als der kali-fornische Konzeptkünstler Allen Ruppersberg feststellte, dass seine Studenten Ginsbergs Gedicht nicht kannten, fertigte er „The Singing Posters“. Ruppersberg ließ den Text von „Howl“ als kleine Plakate auf festem Karton mit fluoreszierenden und changierenden Farben drucken, so genannte Colby-Poster.

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„CHILD-rin skree-ing UHN-der the STAIR-ways! boiz SAH-bing in AR-meez! OLD MEN WEE-pingin thuh PARKS”, “THAY BROK their BAKS LIF-ting Mo-lahk TOO HE-vin” Was wie eine Fantasiesprache wirkt, ist eine Umsetzung von Allen Ginsbergs Gedicht “Howl” (1955). In seinem bedeutendsten Gedicht klagt der große Poet der Beat Generation die Sinnlosigkeit der modernen Zivilisation an. Als der kali-fornische Konzeptkünstler Allen Ruppersberg feststellte, dass seine Studenten Ginsbergs Gedicht nicht kannten, fertigte er „The Singing Posters“. Ruppersberg ließ den Text von „Howl“ als kleine Plakate auf festem Karton mit fluoreszierenden und changierenden Farben drucken, so genannte Colby-Poster. Statt den Text geradlinig setzen zu lassen gab er präzise Angaben zu Schriftart und –setzung; viele Textpassagen sind in eine – häufig humorvolle – Lautschrift verwandelt. Zwischen den Postern mit den Gedichtzeilen befinden sich immer wieder sogenannte Commercial Poster, die für völlig andere Inhalte werben. Der Text des Gedichtes tritt hinter dem schrillen Auftritt der Colby Poster zurück. Die Plakatwand ist ab sofort im 2. Stock am Ende des großen Design-Archivs zu sehen. | Allen Ruppersberg (* 1944), Poetry Sound College / Sculpture Book, Allen Ginsberg’s HOWL, Part II: Moloch, Part III: Carl Solomon / I’m with you in Rockland, Colby Poster Printing Co.,  Los Angeles 2005

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Neue Kunstwerke für das MKG

... gestiftet von der SHK | 22. November 2013

Am 20. November 2013 feierte die Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen (SHK) die diesjährigen Neuerwerbungen für das MKG und die Hamburger Kunsthalle. Über 500.000 Euro kamen zusammen, die Stadt Hamburg stockt die Summe jedes Jahr deutlich auf.

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Am 20. November 2013 feierte die Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen (SHK) die diesjährigen Neuerwerbungen für das MKG und die Hamburger Kunsthalle. Über 500.000 Euro kamen zusammen, die Stadt Hamburg stockt die Summe jedes Jahr deutlich auf. 2014 will das MKG seine Islam-Sammlung neu präsentieren, um den Besuchern die islamische Kultur und Religion nahezubringen. Dafür erwirbt die SHK vier historische Objekte aus der Türkei, Indien und Ägypten, darunter eine Holztür mit geometrischem Dekor und kostbaren Intarsien aus dem 15./16. Jahrhundert (Abb.). Für die große Ausstellung über das Lebenswerk von Coco Chanel kommen originale Chanel-Modelle in die Sammlung. Außerdem wird die Liege LS 22 (1931) von Hans und Wassili Luckhardt als herausragendes Stahlrohrmöbel der Industriemoderne ein weiterer Höhepunkt der Sammlung Moderne. Die Hamburger Kunsthalle erhält das Gemälde Blue/Black Zone Painting III (1996) des US-amerikanischen Minimalisten Robert Mangold und die Arbeit Drei Wandsockel (1980/81) von Franz Erhard Walther.

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