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Enteignungsgeschichte erzählen und Forschung vorantreiben

Symposium im MKG entwickelt erste Ansätze für den angemessenen Umgang mit Silber aus ehemals jüdischem Besitz | 09. Februar 2016

Seit 1960 verwahrt das MKG rund 3.000 Silberobjekte, die infolge einer Beschlagnahmeaktion während der NS-Zeit in seine Sammlung gelangten. Hamburg einigte sich mit „Jewish Trust Corporation“ auf die Zahlung eines Ausgleichsbetrags für das verbliebene Silber, das nicht zurückgegeben werden konnte. Offen ist jedoch die Frage, wie die museale Arbeit mit einem Kulturgut aussehen kann, das so unmittelbar mit dem Holocaust verbunden ist und die Museen zugleich in die Pflicht nimmt, es jederzeit zurückzugeben, wenn Ansprüche geltend gemacht werden. Im Rahmen seiner Ausstellung Raubkunst? Provenienzforschung zu den Sammlungen des MKG lud das Museum in Kooperation mit der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius Wissenschaftler aus Museen und historischen Forschungseinrichtungen sowie Vertreter jüdischer Institutionen am 4. und 5. Februar zu einem Symposium ein, um einen angemessenen Umgang mit diesen Silberbeständen zu diskutieren.

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Seit 1960 verwahrt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) rund 3.000 Silberobjekte, die infolge einer Beschlagnahmeaktion während der NS-Zeit in seine Sammlung gelangten. Hamburg einigte sich mit „Jewish Trust Corporation“ auf die Zahlung eines Ausgleichsbetrags für das verbliebene Silber, das nicht an die einstigen Besitzer oder ihre Erben zurückgegeben werden konnte. Offen ist jedoch die Frage, wie die museale Arbeit mit einem Kulturgut aussehen kann, das so unmittelbar mit dem Holocaust verbunden ist und die Museen zugleich in die Pflicht nimmt, es jederzeit zurückzugeben, wenn Ansprüche geltend gemacht werden. Im Rahmen seiner Ausstellung Raubkunst? Provenienzforschung zu den Sammlungen des MKG thematisiert das Museum seit Oktober 2014 zum ersten Mal die Geschichte seiner Silberbestände. Am 4. und 5. Februar lud das MKG in Kooperation mit der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius Wissenschaftler aus Museen und historischen Forschungseinrichtungen sowie Vertreter jüdischer Institutionen zu einem Symposium ein, um einen angemessenen Umgang mit diesen Silberbeständen zu diskutieren. Grundsätzlich liege es, so ein zentrales Fazit der Gespräche, in der moralischen Verantwortung der betreffenden Museen, immer wieder für das Thema zu sensibilisieren und den Umgang mit den Objekten transparent zu machen. Für eine fundierte Forschung seien die Zugänglichkeit relevanter Dokumente, ein kontinuierlicher Informationsaustausch und der interdisziplinäre Dialog wichtige Voraussetzungen. Am Beispiel der in großen Mengen vorhandenen Silberbestände hätten die Museen außerdem die Aufgabe aufzuzeigen, wie sich die Enteignungsgeschichte des Nationalsozialismus durch alle Bevölkerungsschichten zog. Dafür sollten geeignete Ausstellungsformen und Vermittlungsformate gefunden werden.

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Courrèges trifft Spiegel-Kantine

Mode aus den 60ern und 70ern | 01. Februar 2016

In Erinnerung an den kürzlich verstorbenen französischen Modedesigner André Courrèges (1923-2016) zeigt das MKG in den nächsten zwei Monaten seine Entwürfe aus der eigenen Modesammlung. Die sechs Outfits entstehen im gleichen Zeitraum, wie die berühmte Spiegel-Kantine (1969) von Verner Panton (1926-1998).

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In Erinnerung an den kürzlich verstorbenen französischen Modedesigner André Courrèges (1923-2016) zeigt das MKG in den nächsten zwei Monaten seine Entwürfe aus der eigenen Modesammlung. Die sechs Outfits entstehen im gleichen Zeitraum, wie die berühmte Spiegel-Kantine (1969) von Verner Panton (1926-1998). André Courrèges gehört in den 1960er/70er Jahren zur Avantgarde der französischen Couturiers. Gemeinsam mit Mary Quant gilt er als Erfinder des Minirocks. Courrèges Mode ist zukunftsorientiert, enthüllt nicht nur Arme und Beine der Frau, sondern experimentiert auch mit neuen Materialien wie Vinyl und Nylon. Geometrische Formen und kräftige Unifarben aus relativ steifen Materialien, wie Gabardine, Wendewolle und Organza sind bezeichnend für den Courrèges-Look. Auf Grund seines sachlich-funktionalen Designs wird er auch als Le Corbusier der Mode bezeichnet.

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Rückblick 2015

Große Erfolge mit Tattoo und Fast Fashion | 15. Januar 2016

Das MKG blickt mit über 241.000 Besuchern auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Mit Projekten, die kontrovers diskutierte Themen aufgreifen, und innovativen Vermittlungsangeboten öffnet sich das MKG einem breiten Publikum und erreicht Menschen jeden Alters. Zu den meistbesuchten Sonderausstellungen zählte Tattoo mit 83.000 Besuchern. Zum konsumkritischen Projekt Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode kamen 71.000 Besucher.

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Das MKG blickt mit über 241.000 Besuchern auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Mit Projekten, die kontrovers diskutierte Themen aufgreifen, und innovativen Vermittlungsangeboten öffnet sich das MKG einem breiten Publikum und erreicht Menschen jeden Alters. Zu den meistbesuchten Sonderausstellungen zählte Tattoo mit 83.000 Besuchern. Zum konsumkritischen Projekt Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode kamen 71.000 Besucher. Auch außerhalb Hamburgs stoßen die Ausstellungen auf großes Interesse. So ist Fast Fashion bis zum 3. Juli 2016 im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden zu sehen und wandert anschließend in die Schweiz, nach Australien und Südostasien. Im vergangenen Jahr führte das MKG auch die intensive Arbeit mit den Sammlungen fort. Zusammen mit den Präsentationen der großen Weltreligionen im MKG ist die neueingerichtete Sammlung Islamische Kunst ein weiterer wichtiger Beitrag zum interreligiösen Dialog. Das  Ausstellungsprojekt Jugendstil. Die große Utopie stellt die Epoche in neuer Interpretation vor.

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MKG unterwegs

Tanzmasken in Frankfurt | 22. Dezember 2015

Die berühmten expressionistischen Ganzkörpermasken des Hamburger Künstlerpaares Lavinia Schulz (1896-1924) und Walter Holdt (1899-1924) aus der Sammlung des MKG sind noch bis zum 7. Februar in der Ausstellung „Sturm-Frauen. Künstlerinnen der Avantgarde in Berlin 1910-1932“ in der Schirn Kunsthalle Frankfurt zu sehen. Die Ausstellung widmet sich den Künstlerinnen rund um die Zeitschrift „Sturm“, die der Berliner Verlegers Herwarth Walden herausgab und die den Aufbruch in die Moderne begleitete.

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Die berühmten expressionistischen Ganzkörpermasken des Hamburger Künstlerpaares Lavinia Schulz (1896-1924) und Walter Holdt (1899-1924) aus der Sammlung des MKG sind noch bis zum 7. Februar in der Ausstellung „Sturm-Frauen. Künstlerinnen der Avantgarde in Berlin 1910-1932“ in der Schirn Kunsthalle Frankfurt zu sehen. Die Ausstellung widmet sich den Künstlerinnen rund um die Zeitschrift „Sturm“, die der Berliner Verlegers Herwarth Walden herausgab und die den Aufbruch in die Moderne begleitete. In der neuen expressionistischen Künstlersprache spielte der zeitgenössische Tanz eine entscheidende Rolle. Insbesondere die Tanzmasken von Lavinia Schulz und ihre dazu entwickelten expressionistischen Tänze sind wegweisend für Tanz und Theater ihrer Zeit. In der Performance zeigt sich die starke Sehnsucht der Künstler der Moderne nach Ursprünglichkeit und nach der Befreiung des Körpers.

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Neu im MKG

Ein Steinway-Flügel für den Spiegelsaal! | 16. Dezember 2015

Für die hochkarätigen Konzerte, die regelmäßig im Spiegelsaal stattfinden, kam ein neuer Steinway-Flügel ins Haus. Den Erwerb des fabrikneuen Instruments aus dem Hamburger Werk der Edelmarke Steinway & Sons verdankt das MKG der Hans Brökel Stiftung für Wissenschaft und Kultur, die den Flügel stiftet.

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Für die hochkarätigen Konzerte, die regelmäßig im Spiegelsaal stattfinden, kam ein neuer Steinway-Flügel ins Haus. Den Erwerb des fabrikneuen Instruments aus dem Hamburger Werk der Edelmarke Steinway & Sons verdankt das MKG der Hans Brökel Stiftung für Wissenschaft und Kultur, die den Flügel stiftet. Der bisher benutzte, modernisierte historische Flügel aus dem 19. Jahrhundert genügte den Anforderungen an ein zeitgemäßes Konzertinstrument nicht mehr. Bei dem neuen Flügel handelt es sich um das Modell B-211, das für die Größe des historischen Saales mit etwa 170 Plätzen angemessen ist und von Pianisten häufig als der „perfekte Flügel“ bezeichnet wird. Das Instrument mit der Seriennummer 601.981 steht nun auf der Bühne des beliebten Festsaals und wird ab sofort für noch mehr Spielfreude und exzellenten Hörgenuss sorgen.

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8 Häuser, 5 Tage, 1 Bilderbogen

Hamburger Museen besuchen sich auf #MuseumSwapHamburg | 27. November 2015

Welches ist das älteste Objekt im MKG? Wie sieht das Depot der Deichtorhallen aus? Wer hat den aufregendsten Job im Hamburg Museum? Vom 27. November bis zum 1. Dezember besuchen sich die Instagrammer der Hamburger Museen gegenseitig und schauen hinter die Kulissen. Das MKG besucht die Deichtorhallen. Zum ersten Mal in Deutschland schreiben die Ausstellungshäuser einer Stadt unter #MuseumSwapHamburg zusammen mit ihren Besuchern und virtuellen Freunden eine große digitale Erzählung über die Museumswelt in Hamburg.

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Welches ist das älteste Objekt im MKG? Wie sieht das Depot der Deichtorhallen aus? Wer hat den aufregendsten Job im Hamburg Museum? Vom 27. November bis zum 1. Dezember besuchen sich die Instagrammer der Hamburger Museen gegenseitig und schauen hinter die Kulissen. Das MKG besucht die Deichtorhallen. Zum ersten Mal in Deutschland schreiben die Ausstellungshäuser einer Stadt unter #MuseumSwapHamburg zusammen mit ihren Besuchern und virtuellen Freunden eine große digitale Erzählung über die Museumswelt in Hamburg. Auf Instagram sammeln sie auf ihren Streifzügen durch das Partnermuseum viele Fotos und spannende Geschichten über die Sammlungen, die Geschichte, die Architektur und die Museumsmacher. Mit geübtem Blick begeben sich die Museumsleute auf Forschungsreise, klettern aufs Dach, blicken ins Depot, öffnen Schränke und Türen, lüften Geheimnisse, sprechen mit Besuchern und schauen den Mitarbeitern auf die Finger. Die virtuellen Museumsfans sind eingeladen, die persönlichen Tagebücher fortzuschreiben, selbst auf Expedition zu gehen und ihre Bilder und Geschichten auf #MuseumSwapHamburg zu teilen. Ein Team der Hamburger Kunsthalle berichtet über das MKG auf seinem Instagram-Kanal.

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