
Vorschau
ab 31. August 2012
Die umfangreichen Sammlungen der Bereiche Antike und Renaissance werden ab Ende August in einer völlig neuen Präsentation neu eröffnet. In Zusammenarbeit mit dem vielfach preisgekrönten neo.studio neumann schneider architekten entsteht im Erdgeschoss des MKG ein spannender Ausstellungsrundgang, der die Exponate ins Rampenlicht rückt, sie in neue Nachbarschaften stellt und zentrale Aspekte in der Ausstellungsarchitektur aufgreift, um sie den Besuchern durch eigenes Erleben nachvollziehbar zu machen. Beeindruckende Raumbilder bringen die Werke mit einer besonderen Lichtdramaturgie zur Geltung und bieten einen sinnlichen Zugang zu den Werken. Raumfüllende Inszenierungen und ausgesuchte Farbwelten lenken den Blick auf Themen, die die Menschen in der Antike besonders umtrieben: Ägypten – Land der Pharaonen, Koptische Textilien, Mythos und Wahrheit von Homers Helden, Zeitalter der Tyrannis, Entwicklung einer kollektiven Identität, das rätselhafte Volk der Etrusker, Rom und sein Imperium. Neben der kulturräumlichen und chronologischen Ordnung bietet die Ausstellung auch Verbindungen zu kulturanthropologischen Fragen und stellt Verknüpfungen zu anderen Kulturen und Epochen in der Sammlung des MKG her. So wird die Renaissance in unmittelbarer Nachbarschaft zur Antike wiedereröffnet, da die Beschäftigung mit der Ästhetik und den Werten der Antike in dieser Epoche einen hohen Stellenwert einnahm und dies an zahlreichen Kunstwerken ablesbar ist. Mit Kapiteln wie „Götter, Mythen und Grotesken“, „Die neue Welt“, „Kunstkammer – Gesammelte Wunder“, „Akt und Anatomie“ und „Blühende Städte“ erzählt die neue Dauerausstellung die wesentlichen Merkmale der Kunst- und Kulturgeschichte der Renaissance und ihre Bezüge zur Antike.
Abb.: Leodegar Grimaldo, Trinkspielautomat mit Neptun als Winzer auf einer Schildkröte reitend, 1926, Eigentum der Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen, Foto: Hiltmann, Rowinski, Torneberg
