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seit 9. September 2014
Silber made in Hamburg
Neupräsentation der Sammlung Hamburg Moderne

Salzgefäße in Form eines muscheltragenden Oktopus, filigraner Schmuck aus Büroklammern und Edelsteinen, scharfkantig gezackte Teeservice, Dosen aus gelötetem Silberdraht, zeitlos schöne Kannen, archetypische Vasen, die sich an der rauen Industrieästhetik orientieren – das hanseatische Silber- und Metallgerät des 20. und 21. Jahr-hunderts ist sehr vielseitig und steht nun erstmals im Fokus der aktuellen Neupräsentation der Sammlung Hamburg Moderne im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG). Als Freie und Hansestadt besitzt Hamburg eine lange und reiche Tradition der Silberschmiedekunst. Sie war selbst wichtigster Auftraggeber für den Ratssilberschatz der Stadt, der bis heute im Hamburger Rathaus bewahrt wird. Aufwendig verziertes Geschirr, üppige Pokale und dekorative Plastiken erzählen von Reichtum und Macht der Hansestadt und offenbaren die prunkvollen Facetten der Silberschmiedekunst. Die Neupräsentation im MKG mit 106 Objekten beleuchtet erstmals die Entwicklung des Silberschmiedens in Hamburg seit 1900: Vom Armband zum Zierpokal, von Alexander Schönauer (1871-1955) bis Jan Wege (*1964). Auf pinkfarbenem und violettem Grund in historischen Vitrinen kommt das Material Silber besonders gut zur Geltung. Mit Möbeln aus verschiedenen Epochen und extravaganten Tapeten der Designer Karim Rashid und Marcel Wanders werden die Objekte Teil eines Raumensembles. Die Neupräsentation der Sammlung Hamburg Moderne wurde ermöglicht durch die Mara und Holger Cassens-Stiftung.

Abb.: Silbergerät aus der Sammlung „Hamburg Moderne“, Foto: Maria Thrun, © MKG