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28. Februar bis 18. Mai 2014
Mythos Chanel

Coco Chanel ist für viele die größte Modeschöpferin des 20. Jahrhunderts. Schon in den 1910er Jahren ist sie eine Verfechterin von schlichter, bequemer Kleidung und ebnet damit einem Stil den Weg, der sich bald allgemein durchzusetzen beginnt. Mit ihrer Person sind so bedeutende Modeikonen wie das kleine Schwarze oder das ihren Namen tragende Chanel-Kostüm verbunden. Coco – eigentlich Gabrielle – Chanel lancierte schon zu Beginn der 1920er Jahre ihr Parfum „Chanel N° 5“, dessen großer Verkaufserfolg ihr zeitlebens finanzielle Unabhängigkeit sicherte. Sie kombinierte selbstbewusst Mode- mit Echtschmuck und ließ sich von namhaften Fotografen wie Man Ray oder Horst P. Horst porträtieren. Die Ausstellung zeigt über 150 originale Objekte aus bedeutenden Sammlungen. „Mythos Chanel“ geht der Frage nach, warum Coco Chanel als Person und die durch sie begründete Marke bis heute so große Aufmerksamkeit erfahren. Die Biografie der Modedesignerin und das Image, das sie von sich kreiert hat, werden dabei ebenso beleuchtet wie die geniale Weise, mit der Karl Lagerfeld seit 1983 dieses Erbe mit den Strömungen des Zeitgeists verbindet. Neben mehr als 70 Kreationen Coco Chanels werden erstmals zahlreiche Adaptionen ihrer Modeikonen präsentiert, die auf ihre ganz eigene Art und Weise den „Mythos Chanel“ spürbar werden lassen. Die Ausstellung wurde konzipiert von der Draiflessen Collection, Mettingen. Die Hamburger Station wird ermöglicht mit freundlicher Unterstützung der Karin Stilke Stiftung.

Abb.: Horst P. Horst, Coco Chanel, 1937, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg