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14. Juni 2013 bis 18. Mai 2014
Im Kampf um die Moderne Kunst
Künstler der Ära Max Sauerlandt

Die Neupräsentation der Sammlung der Hamburger Sparkasse im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg  widmet sich den Künstlern, mit denen Max Sauerlandt (1880-1934), zweiter Direktor des MKG, einen besonders intensiven Austausch pflegt. Hierzu zählen vor allem Richard Haizmann, Rolf Nesch, Karl Ballmer und Karl Kluth, die in den 1920er Jahren maßgeblich die lokale Hamburger Kunstszene prägen. Sauerlandt gehört zu den wichtigen Förderern der modernen Kunst in Hamburg. Unter seiner Leitung entwickelt sich das MKG in den 1920er und frühen 1930er Jahren zu einem der bedeutenden Häuser für zeitgenössische Kunst in Deutschland. Während seiner Amtszeit zwischen 1919 und 1933 kauft er etwa 300 zeitgenössische Werke an. Ein Großteil wird 1937 im Zuge der Aktion „Entartete Kunst“ beschlagnahmt. Diese empfindliche Lücke kann in der Nachkriegszeit durch Schenkungen oder Neuankäufe nur teilweise geschlossen werden. Dank der Dauerleihgabe der Hamburger Sparkasse ist die als Hamburger Sezession bekannte Kunstperiode, die durch Sauerlandt entscheidende Impulse erhält, im MKG wieder vertreten. Die rund 40 in der Haspa-Galerie gezeigten Werke werden ergänzt durch Arbeiten dieser und weiterer Künstler wie Moissey Kogan, Hans Martin Ruwoldt oder Naum Slutzky aus der Sammlung des MKG. Sie werden im neu eingerichteten Ausstellungsbereich „Hamburger Moderne“ gezeigt.

Abb.: Fritz Kronenberg, Ana (liegender Akt), 1930, Öl auf Leinwand, 74 x 120 cm, Dauerleihgabe aus der Sammlung Hamburger Sparkasse, Foto: Fotostudio Grünke, Hamburg