Neueröffnungen

seit 14. Dezember 2012
Buddhismus und Samurai
Neueröffnung

Anlässlich der jüngsten Neuerwerbungen buddhistischer Skulpturen und der Schenkung von Peter Schmidt präsentiert das MKG die Kunst des Buddhismus in zwei neuen Schauräumen in einer erweiterten und neuen Form. Mit der Neueinrichtung der Sammlung Buddhismus, der ältesten Weltreligion, trägt das MKG den aktuellen Fragen des Glaubens Rechnung und setzt einen stärkeren Fokus auf die großen Religionen der Welt. In 2013 folgen die Neueröffnungen der Sammlungen Christliches Mittelalter und Islam. Die Ausstellung führt die Besucher in die Welt des Buddhismus ein, der im 6. Jahrhundert v. Chr. weit vor Jesus und Mohammed mit Siddhartha Gautama seinen Anfang nahm. Im Mittelpunkt der Präsentation stehen Holzskulpturen und Malerei aus China und Japan vom 6. bis 16. Jahrhundert ergänzt durch Figuren aus Indien und Zentralasien. Sie zeigen Buddha-Gestalten, Mönche, Schutzgottheiten und Bodhisattvas, die dem Gläubigen auf ihrem Weg zur Erlösung vom Leid helfen. In der Ausstellung wird auch die tolerante Natur des Buddhismus veranschaulicht. Ihm geht es um Ethik, die Achtung gegenüber jedem Lebewesen und um die Meditation. Daher konnte er mit anderen Religionen wie dem japanischen Shintô verschmelzen. Die Skulpturen und Bilder sind neben ihrer religiösen Bedeutung herausragende künstlerische Zeugnisse für die Kraft der Imagination des Menschen. Sie führen dem Betrachter verschiedene Charaktere und Stufen der Erkenntnis vor Augen: den Kampf um den Glauben, den Zustand heiterer Gelassenheit bis hin zur vollständigen Überwindung der physischen Welt eines Erleuchteten, dem Buddha. Mit der Neueröffnung kann das MKG auch eine großzügige Schenkung feiern: Peter Schmidt stiftet dem Museum als Ausdruck seiner langjährigen Verbundenheit wertvolle Objekte der buddhistischen Skulptur und Malerei.

Abb.: Wasser-Mond-Guanyin, fühe Ming-Dynastie, 15. Jh., China, Foto: Roman Raacke