Neueröffnungen

seit 1. September 2012
Sammlungen Antike und Renaissance
Neueröffnung

Am 31. August eröffnet das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg seine hochkarätigen Sammlungen Antike und Renaissance in einer völlig neuen Präsentation. Über 900 Kunstwerke sind endlich wieder für Besucher zugänglich. Die Renaissance-Sammlung ist nach langjährigen Sanierungsarbeiten seit dem Frühjahr 2006 vollständig geschlossen, die Sammlung Antike war in den letzten zwei Jahren nur noch teilweise zu sehen. Nach der Sammlung Moderne ist dies die zweite große Neueröffnung in diesem Jahr, an dessen Ende das ganze Museum wieder vollständig geöffnet sein wird. In Zusammenarbeit mit dem vielfach preisgekrönten neo.studio neumann schneider Architekten entsteht im Erdgeschoss des Hauses ein spannender Ausstellungsrundgang, der die Exponate  ins Rampenlicht rückt, sie in neue Nachbarschaften stellt und zentrale Inhalte in der Ausstellungsarchitektur aufgreift, um sie den Besuchern durch eigenes Erleben nachvollziehbar zu machen. Eindrucksvolle Raumbilder, ausgesuchte Farbwelten und eine besondere Lichtdramaturgie lenken den Blick auf die zentralen Themen, die die Menschen in der Antike und der Renaissance besonders beschäftigten und bis heute faszinieren. Die Sammlung Antike erzählt von Ägypten, dem Land der Pharaonen, von koptische Textilien, von Mythos und Wahrheit von Homers Helden, vom Zeitalter der Tyrannis, von der Entwicklung einer kollektiven Identität, vom rätselhaften Volk der Etrusker und vom römischen Imperium. Neben der kulturräumlichen und chronologischen Ordnung beleuchtet die neue Dauerausstellung auch kulturanthropologische Fragen und stellt Verbindungen zu anderen Kulturen und Epochen in der Sammlung des MKG her. So wird die Renaissance in unmittelbarer Nachbarschaft zur Antike wiedereröffnet, da die Beschäftigung mit der Ästhetik und den Werten der Antike in dieser als Wiedergeburt der Antike bezeichneten Epoche einen hohen Stellenwert einnahm und dies an zahlreichen Kunstwerken ablesbar ist. Mit Raumthemen wie „Götter, Mythen und Grotesken“, „Die neue Welt“, „Die Kunstkammer – Gesammelte Weltwunder“, „Das Menschenbild“ und „Blühende Städte“ erzählt die neue Dauer-ausstellung die wesentlichen Merkmale der Kunst- und Kulturgeschichte der Renaissance und ihre Bezüge zur Antike.

Die Neueinrichtung der Sammlungen Antike und Renaissance wird ermöglicht durch Mittel der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg sowie die großzügige Unterstützung der Saalpaten: Campe’sche Historische Kunststiftung, Georg W. Claussen, Justus Brinckmann Gesellschaft, ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius.

Abb.: Raumansicht "Ägypten. Land der Pharaonen", im Vordergrund Statuette des Gottes Osiris, späteres 7. Jh. v. Chr., Aphrati/Kreta, Bronze, H 45,5 cm, Foto: Dennis Conrad